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Einladung zum Promotionsvortrag von Herrn Dipl.-Ing. Joscha Roth

am 15.12.2016, um 15.30 Uhr im Hörsaal A145 der Appelstraße 11

Wir laden alle Mitarbeiter/innen, Studierende und Kollegen zum Promotionsvortrag von Herrn Dipl.-Ing. Joscha Roth am Donnerstag, den 15. Dezember 2016, um 15.30 Uhr im Hörsaal A145, Appelstraße 11 mit dem Thema: „Untersuchung von elektrodynamischen Mikroscannern zur Darstellung von Lichtsymbolen in der Kraftfahrzeugbeleuchtungein.

Kurzfassung:
Ein Großteil der fahrrelevanten Informationen wird beim Autofahren visuell aufgenommen. Bei Fahrten in der Dunkelheit wird dem Fahrer die Informationsaufnahme zusätzlich erschwert, so dass sich trotz geringerer Verkehrsbelastung fast ein Drittel aller Unfälle mit Personenschäden in der Nacht ereignen. Deshalb ist das aktuelle Ziel der Scheinwerferentwicklung insbesondere eine optimale Ausleuchtung der Umgebung und damit eine bessere Sicht für den Fahrer zu gewährleisten. Lichtbasierte Fahrerassistenzsysteme verbinden die Fahrzeugsensorik mit den Scheinwerfern und ermöglichen eine situative Ansteuerung der Scheinwerfer für eine optimierte Unterstützung des Fahrers. Hierbei ist eine Entwicklungstendenz zu segmentierten, höheraufgelösten Lichtverteilungen zu erkennen, die neben der Erhöhung der Flexibilität die Entwicklung neuer Lichtfunktionen ermöglicht. Für die Umsetzung dieser Lichtverteilungen kommen LED-Arrays an ihre technologischen Grenzen, so dass neue Technologien, die heutzutage Anwendung in Videoprojektoren finden, betrachtet werden müssen.
Abseits des klassischen Entwicklungsziels von Kfz-Scheinwerfern, die Umgebung optimal auszuleuchten, befasst sich die vorliegende Arbeit mit Lichtprojektionen auf der Fahrbahn im Fahrzeugvorfeld. Diese können zur Informationsdarstellung für den Fahrer oder als Kommunikationsschnittstelle zu anderen Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Neben der Untersuchung erster, in einem Versuchsträger implementierter, Lichtfunktionen liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Entwicklung einer scannenden Projektionseinheit und der Definition von optischen, mechanischen und elektronischen Anforderungen an diese für den Einsatz im Automobil. Die Projektionseinheit lenkt das Licht einer RGB-Laserlichtquelle mittels eines elektrodynamischen  2D-Mikroscanners ab, so dass eine beliebige, farbige Lichtprojektion mit hoher Auflösung und Strahlungsleistung
realisiert wird. Mikroscanner stellen aufgrund ihres dynamischen Verhaltens, das innerhalb der Arbeit untersucht wird, hohe Anforderungen an deren Ansteuerung. Ein FPGA-basiertes Ansteuerungskonzept ermöglicht den synchronen Betrieb von Spiegelbewegung und Laserimpuls zur stabilen Bildprojektion. Die Ergebnisse zeigen den Nutzen von Lichtprojektionen auf der Fahrbahn und das Potential der Technologie durch erste Funktionsumsetzungen im Lichtkanal. Für den Einsatz eines RGB-Laserscanners im Automobil müssen jedoch die technischen Herausforderungen gelöst und die Augensicherheit gewährleistet werden.Weiterhin zeigen die Ergebnisse welche Kontraste und Strahlungsleistungen zur Wahrnehmung einer dem Abblendlicht überlagerten Symbolprojektion notwendig sind.